Haumea

136108

Zentralkörper: Sonne
   
Aufnahme des Keck-Observatoriums von Haumea (mitte), Hiʻiaka (oben) und der bis dahin unbekannten Namaka (unten) am 30. Juni 2005.
Aufnahme des Keck-Observatoriums von Haumea (mitte), Hiʻiaka (oben) und der bis dahin unbekannten Namaka (unten) am 30. Juni 2005.

 

 

 

 

Haumea ist der viertgrößte Zwergplanet und gehört zu der Unterklasse der Plutoiden.

Sie besitzt die Kleinplaneten-Nummer 136108, und weist zwei Monde auf, die beide 2005 entdeckt wurden.

 

Haumea weist zwei interessante Eigenschaften auf:

Wegen ihrer schnellen Rotation, die knapp 4 Stunden beträgt, wird Haumea förmlich zu einem Rugbyball gedrückt. 

Objekte, die sich schnell drehen, weisen äquatoriale Ausbuchtungen auf.

Ähnlich der Saturn: Aufgrund seiner  zehnstündigen Rotation, unterscheiden sich sein Äquator- und Poldurchmesser um 11.808 Kilometer. Da aber Haumea viel kleiner ist, und eine viel schwächere Gravitation besitzt, hat sie eine Form einer abgeflachten und langgestreckter Kugel.

Haumea besitzt außerdem als einziger Zwergplanet einen Ring. Dieser wurde am 21. Januar 2017 durch eine Sternbedeckung, ähnlich bei den Uranusringen, entdeckt.

 

Bild: Caltech/W. M. Keck Observatory/Mike Brown et al. [Quelle] (Bild wurde leicht verändert)


Animation der Rotation Haumeas. Aufgrund ihrer schnellen Rotation wird sie zu einem "Rugbyball" geformt. © photometry.wordpress.com
Animation der Rotation Haumeas. Aufgrund ihrer schnellen Rotation wird sie zu einem "Rugbyball" geformt. © photometry.wordpress.com

Entdeckung und Benennung

Anders als Pluto oder Ceres verfügt Haumea wie die meisten Zwergplaneten über kein offizielles Astronomisches Symbol oder eines, welches allgemein verwendet wird. Im Internet kursierende Haumeasymbole (z. B. Haumea proposal symbol.png oder Haumea symbol.png) sind Entwürfe von Privatpersonen. Eine offizielle Anerkennung oder Verwendung ist nicht absehbar, da astronomische Symbole in der modernen Astronomie nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.


Zwei Teams aus Astronomen streiten sich bis heute, wer als Entdecker des Zwergplaneten gilt. Diese Teams bestehen aus José Luis Ortiz Moreno, Francisco José Aceituno Castro und Pablo Santo-Sanz vom Sierra-Nevada-Observatorium in Spanien, und Michael E. Brown, Chad Trujillo und David Rabinowitz vom California Institute of Technology (Caltech) in Kalifornien.
Das spanische Team spürte Haumea am 7. März 2003 auf Aufnahmen eines einfachen Schmidt-Cassegrain-Teleskop auf, wie es auch gerne von Amateurastronomen verwendet wird. Am 28. Dezember 2004 fand auch die Arbeitsgruppe von Michael Brown mit Hilfe des Palomar-Observatoriums das gleiche Objekt und kündigte am 20. Juli 2005 einen Tagungsbeitrag des Objekts unter dem Arbeitsnamen K40506A an. Am 28. Juli des gleichen Jahres wurde das Minor Planetary Center in Massachusetts vom spanischen Team über die Entdeckung des neuen Objekts informiert. Es wurde aber bekannt, dass am Tag vorher ein Mitarbeiter der Gruppe über das Internet auf Daten desselben Objekts von Michael Browns Gruppe zugegriffen hatte, während das amerikanische Team den Vortrag vorbereitete, ohne das Minor Planetary Center über die Entdeckung zu informieren. Michael Brown und sein Team erkannten Ortiz und sein Team als Entdecker an, bis sie auch erfuhren, dass das andrere Team ihre Daten benutzten. So begann der Konflikt. Brown behauptet, dass Ortiz Moreno, ohne seine Daten, das Objekt gar nicht identifizieren oder zumindest seine Bahn nicht berechnen konnten. Ortiz Moreno meint, dass sie nur sehen wollten, ob es sich um dasselbe Objekte handelte. Das Minor Planetary Center trug Ortiz Moreno und sein Team als Entdecker ein, löschte ihn aber wieder am 16. September 2008 aus der Liste. Dafür wird als Entdecker das Sierra-Nevada-Observatorium aufgeführt.

"Mit roten Wangen"

Roter Fleck

Monde und Ringsystem

Haumea (mitte), Hi'iaka (oben) und Namaka (unten), aufgenommen vom Keck-Observatorium auf Hawaii. © W. M. Keck Observatory
Haumea (mitte), Hi'iaka (oben) und Namaka (unten), aufgenommen vom Keck-Observatorium auf Hawaii. © W. M. Keck Observatory

Im Januar und Juni 2005 wurden die beiden  bisher bekannten Monde von Haumea entdeckt. Hiʻiaka ist der äußere und größere, Namaka der innere und kleinere Mond des Zwergplaneten. Beide wurden wie sie, nach hawaiianischen Göttinnen benannt.

 

Hiiaka macht 0,45% der Masse von Haume aus

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: ? [Quelle] (Bild wurde verändert)

 

Haumea (mitte), Hiʻiaka (links) und Namaka (rechts) auf einer Hubble-Aufnahme aus dem Jahr 2008.
Haumea (mitte), Hiʻiaka (links) und Namaka (rechts) auf einer Hubble-Aufnahme aus dem Jahr 2008.

https://iopscience.iop.org/article/10.1088/0004-637X/695/1/L1/pdf

https://iopscience.iop.org/article/10.1088/0004-637X/695/1/L1

Oberfläche und Aufbau

Vermutlicher Aufbau von Haumea.
Vermutlicher Aufbau von Haumea.

Kern

Mantel

Kruste